
Liebe Freundinnen,
versprochen, in Zukunft mach ich es wieder spannend und verrate nicht mehr alles schon gleich in der Überschrift, aber die ist eigentlich doch irreführend. Nein, niemand hat sich heute beim Frühstück befriedigt, jedenfalls nicht in meiner Wohnung. Und die Flasche Sekt hat tatsächlich auf dem Tisch gestanden, aber wir haben sie nicht aufgemacht - nicht beim Frühstück.
Nö, immer eins nach dem Anderen!
Jedenfalls kann so eine Massage Männer in ungeahnte Stimmungen versetzen; mein Macker war kaum hungrig, aber gesprächig - ungewohnt eigentlich für ihn, wie er wegen der Massage noch nachträglich ins Schwärmen geraten ist, als ich ihn fragte, wie es ihm gefallen hat.
Wir hatten auch so Themen wie gegenseitiges Vertrauen und Achtsamkeit, die da sein müssen, damit frau oder mann sich fallen lassen kann, womit das Vertrauen wieder gestärkt wird...
Ich hab ihn dann, bei der zweiten Tasse Kaffee, gefragt, ob er wüsste, was ich mir neulich mal von ihm gewünscht habe, musste noch einmal nachfragen, was er denn meinte, warum ich ihn nicht bei der Massage zum Orgasmus gebracht hätte - er kam nicht drauf.
Also sagte ich es ihm, im freundlichst-möglichen Tonfall, mit bittendem
Augenaufschlag: "Ich würde dir sooo gern zuschauen, wenn Du es Dir selbst machst. Möchtest Du, jetzt und hier, sozusagen unter meinen Augen?"
Für ganz kurze Zeit hat mein Macker da etwas verdutzt geguckt, aber dann musste er lächeln, hat mir lange in die Augen geschaut und nur gesagt: "Ach, Leilah, für Dich tu' ich doch alles!"
Mein Platz am Kopfende der Eckbank wurde zum Logenplatz, und mein Macker hat sich und seine Männlichkeit auf dem langen Ende präsentiert.
Dass masturbierende Männer absolut selbstbezogen sind, ist ein ungerechtfertigtes Vorurteil. Nein, er hat mehrfach betont, wie erregend er es findet, mich als Zuschauerin zu haben, und war auch für die Nettigkeiten, die ich ihm sagte, sichtlich empfänglich.
"Frau sollte Mann bei so etwas die Zeit lassen, die er braucht", hatte ich denken müssen und hab' mich auch daran gehalten. Ich hab dann auch ein bisschen relaxt und nicht mehr so genau auf die Wortwahl geachtet, bin, glaub ich, auch in den Bereich der averbalen Lautäußerung gerutsch - irre, wie wenig es möglich ist, gegenüber so einem Naturphänomen distanziert zu bleiben - da ist einfach ein Funken übergesprungen, aber warum auch nicht, und wer hätte was davon gehabt, wenn ich meine Hände brav auf dem Tisch hätte liegen lassen?
Doch, jeder Macker ist anders, und mein jetziger ist recht variantenreich, sag ich mal, ohne groß auf Einzelheiten einzugehen, das wäre ein eigenes Kapitel. Zeit hat er sich auch derart genug gelassen, dass ich auf dem Leiterchen der Lust auch schon ein paar Stufen weit gekommen war, bis er auf seiner die letzte Stufe erklommen hatte, und zwar, das klingt jetzt blöd, aber anders kann ich es nicht ausdrücken: Filmreif.
Ist ja auch intensiver, so unmittelbar dabei zu sein, in 3-D und Farbe.
Doch, 's war richtig nett. Und eine große Portion Glück haben wir Beiden
auch gehabt, schließlich war es für Macker und mich das erste Mal, und es
ist kein Vorführeffekt eingetreten. Ach ja, es kam dann noch schöner, aber das erzähl' ich das nächste Mal...