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Erotische Träume, und was sie bedeuten
Offenbaren erotische Träume die geheimsten sexuellen Phantasien eines Menschen?
Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht bereits einmal im Traum sexuelle Handlungen erlebt hat.
Das Unterbewusstsein übernimmt hier die Regie über die sexuelle Handlung, die ein Grundbedürfnis des Menschen ist. Die Sehnsucht nach Liebe, Geborgenheit und Körperlichkeit, im rationalen Alltag bzw. Wachzustand ohne rechten Platz, bricht durch. . Die Traumanalyse deutet erotische Träume im engen Zusammenhang mit den real vorherrschenden Lebensumständen. Auch die persönliche Einstellung zu Sexualität und Liebe spielt in die Deutung hinein.
Während Sex ohne Liebe für viele Menschen nicht denkbar ist, können andere durchaus Liebe und Sexualität trennen und sehen die Sexualität eher in der Leidenschaft begründet, die durch Liebe oder durch Triebhaftigkeit hervorgerufen werden kann.
Ursachen erotischer Träume
Einer der Gründe für erotische Träume kann sicherlich in unterdrückten Trieben oder nicht ausgelebten sexuellen Phantasien zu finden sein. Aber auch ein schönes sexuelles Erlebnis in der Realität kann für erotische Träume auslösen. Das Erlebte wird verarbeitet, wie jede andere Erfahrung auch. Träume können Wünsche ausdrücken - und verhüllen.
Was bedeuten erotische Träume?
Im Zusammenhang mit einer glücklichen Beziehung gelten erotische Träume als Zeichen, dass mit anhaltendem Glück und Zufriedenheit zu rechnen ist – auch wenn der Sexpartner im Traum ein unbekanntes Gesicht hatte.
Die Gefühle während des Traumes können entsprechend für die Realität übersetzt werde:
Positive Gefühle im Traum gelten als günstige Zeiten in der Liebe.
Negative Gefühle können eine Warnung darstellen: Ein im Traum bewusstes Fremdgehen muss dabei allerdings nicht gleich heißen, dass man den Partner nicht mehr liebt.
Vielleicht ist Frau Langeweile ins Bett gekrochen, der (oder die) Träumende sehnt sich nach mehr Spannung und Leidenschaft? Ähnlich ist es in der Traumanalyse zu deuten, wenn im erotischen Traum Andere beobachtet werden. Wenn der gemeinsame Austausch nicht nur auf der sexuellen, sondern auch auf der geistigen Ebene fehlt, muss sich das ja irgendwie ausdrücken, "bemerkbar machen".
Hemmungen in erotischen Träumen
Ein beglückendes sexuelles Erlebnis im Traum kann schlicht und einfach positiv betrachtet werden.
Wenn der erotische Traum nicht zum Abschluss kommt, die sexuelle Spannung zum Traumpartner aufgebaut, aber nicht ausgelebt wird oder der eigentliche Akt im Traum unter Unterbrechungen leidet, ist der Träumer selbst nicht glücklich mit seinem Traum.
Solche Traumbilder symbolisieren Hemmungen oder Konflikte, die eigene Sexualität auszuleben.
Die Art der Unterbrechung kann, wie die damit verbundenen Gefühle, Hinweise geben:
Häufig sind solche Hemmungen nicht allein auf die Sexualität beschränkt, sondern stehen gleichzeitig in einem engen Zusammenhang mit dem Ausleben des eigenen „Ich“, der freien Entfaltung der Persönlichkeit sowie der Kreativität. Die Sexualität im Traum steht für jegliche Form der Leidenschaft – in der körperlichen ebenso wie in der geistigen Betrachtungsweise.
Orgien in erotischen Träumen
Die Orgie ist im Traum wesentlich seltener als im Tagtraum. Sie findet sich eher beim Wüstling als beim sublimierenden Künstler, und ist nicht unbedingt ein Zeichen eines feinen Charakters.
Diese Traumvorstellung riskiert
„Schimpf und Schande“ durch das Umfeld und wird besser äußerst diskret behandelt. Die kleinere oder größere Orgie kann den anarchischen Wunsch nach Regellosigkeit und "wirklicher Freiheit", aber auch zwanghafte Momente beinhalten.
Emotion als Schlüssel zur Traumanalyse
Wie jeder andere Bereich in der Traumanalyse zeigen erotische Träume die emotionalen Seiten eines Menschen.
Die vielfältigen Traummotive bilden ein komplexes System, das dem tiefsten Inneren eines Menschen entspricht.
Ersehnte, aber versteckte Leidenschaften werden ebenso ausgelebt wie eigene Erlebnisse wieder ins Gedächtnis gerufen.
Das Seelenleben des Träumers offenbart sich in der Deutung wie die Worte eines Buches. Die Bilder, die aus aus dem Unbewussten aufsteigen, vereinen die Gefühlswelt mit den ureigensten Trieben.
Dementsprechend gelten für erotische Träume ebenso, oder mehr als alle anderen Traumarten, vielfältige Deutungsvarianten, die immer persönlich für den (und mit dem) Träumenden gedeutet werden müssen, um eine schlüssige Aussage durch die Traumanalyse zu erhalten.
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