Liebe Freundinnen,
Bei der Sexualität ist es wie bei anderen Bedürfnissen auch: Frau hat irgendwann genug davon, weil sie satt ist. Und mir wollen sie jetzt alle etwas anbieten, obwohl ich doch eigentlich ganz zufrieden bin.
Ist ja ganz lieb und nett, aber nicht nötig. Die "Geschichten und Liebesspiele rund um Sextoys" zum Anhören - als mp3 - hat mir übrigens der roman geschickt. Aua. Das tut weh. Ich konnte mir nur knapp fünf Minuten anhören, esse Schmalz auch mal auf dem Brot, schmiere es mir aber nicht in die Ohren.
Er wollte mir einen "Ersatz" für seine Vorlesedienste zukommen lassen, und ich sollte eine Möglichkeit, verschiedene Vorlesestile zu vergleichen, haben, dabei war doch längst klar, dass live-vorlesen besser ist, als Konserve. Und live-Sex ist besser als Kopfkino, dachte ich dann gestern abend, als mein Macker, hungrig wie er war, mich vernascht hat; ich hab es mir gefallen lassen: Die Passivität als weibliches Privileg ist ja etwas, worum die Männer uns zu Recht beneiden.
Aber die Männer meinen ja immer, sie müssten sich beweisen, und deshalb kommen sie gar nicht dazu, auch mal die Frau machen zu lassen. Der Roman ist doch das beste Beispiel dafür, hat er doch gerade geschrieben:
Es ist wahrscheinlich einfach, sich zu unterwerfen, wenn sie bereits dominant auftritt. Dann muss er nur noch gehorsam sein. Aber sie zu bitten, seine Herrin zu sein, ist einen Schritt weiter gegangen.
"
Ist ja ganz lieb und nett, aber nicht nötig " hätte ich fast geantwortet. Aber ich hab ihn dann doch mal weiter schreiben lassen, wollte mal sehen, ob da noch eine Steigerung kommt. Klar, dass er noch weiter getextet hat:
Du könntest einfach von mir verlangen, eine Seite pro Tag „etwas erotisches“ zu liefern, und hättest jederzeit die Möglichkeit, den Prozess zu kontrollieren und zu korrigieren. Als Auftraggeberin bist Du gewissermaßen meine Chefin und kannst, sachlich gerechtfertigt, Anweisungen erteilen oder „Vorschläge machen“, ohne Dich auf der reinen Machtebene zu bewegen, sondern durch Deine Rolle legitimiert. Eine Seite ist schnell vorgelesen, und so kannst Du immer über den aktuellen Stand informiert sein und auch den Verlauf...
"Guter Roman, braver Ronan" hätt ich fast geantwortet, dachte dann aber, dass er das vielleicht missverstehen könnte. Also hab' ich das gelassen und ihm nur geantwortet, dass ich ihn, als geneigte Ge***in, wo möglich fodern und fördern wolle. Ich nehmen mal an, mit dieser Auskunft sollte er einigermassen glücklich sein.
Vorherige Geschichte: ***
Der sanftmütige Mann
Fortsetzung: Ist Erotomanie heilbar?