Liebe Freundinnen,
Frauen in Führungspositionen: Das bedeutet automatisch, dass sich andere Frauen und Männer ihnen unterordnen müssen.
Nur - wie erreichen wir dieses Ziel, möglichst auch noch auf freiwilliger Basis?
Zunächst einmal geht es darum, eine gewisse Bindung herzustellen, also durch reglmässige, als angenehm empfundene Kontakte eine Gewöhnung aufzubauen.
Am einfachsten ist das, wenn das "Opfer" von sich aus die Bereitschaft, sich gewissermaßen aufzuopfern, mitbringt - dieses Muster ist heute durchaus häufiger, als allgemein angenommen.
Geschätzt zwei Drittel der Kerle sind außerordentlich auf das Urteil von außen, auf Bestätigung angewiesen. Wenn wir Frauen dieses Muster einmal durchschaut haben, können wir das alte Modell, in dem wir immer nur die Gebenden waren, in Rente schicken; nicht um nun die fordernde Rolle einzunehmen, sondern um das zu ernten, was die entsprechenden Kerls uns freiwillig schenken wollen.
Roman zum Beispiel würde seine Vorlesekünste auch völlig kostenlos anbieten, so lange er nur anschließend ein kleines Lob erfährt; was das betrifft, braucht er halt ein bisschen Führung, und das weiß er auch.
Ich hatte ihn kürzlich für einige Tage beurlaubt, oder, anders gesagt, ihm eine Kontaktsperre verordnet; hatte ihm ganz einfach erklärt, dass ich eine Woche in Urlaub fahre.
Als ich zurück war, hat er sich noch ganz "cool" gemeldet, wollte mit mir über seinen Alltagskram und vielleicht auch über seine neuesten Erkenntnisse, den Wert des Schmachtens berichten.
Der Trick besteht nun darin, ihn wieder in den Entzug zu versetzen. Ich hab' ihm also seine e-mail nur kurz beantwortet, "Nett, dass Du Dich meldest, gerade zum richtigen Moment, bin näömlich gleich noch mal weg."
Anschließend hieß es nur noch abwarten: Mittags kam eine mail, abends, am nächsten Tag, dann ein kurzer Versuch, telefonisch Kontakt aufzunehmen, wieder verschiedene mails, alles sehr neutral formuliert (er hatte Angst, mein Macker könnte mitlesen), und nach vier Tagen kam er immerhin auf die Idee, es mit dem Handy zu versuchten.
Er hat zwar erklärt, er hätte sich Sorgen gemacht, ob ich einen Verkehrsunfall oder was auch immer gehabt hätte, aber ich hab auch so herausgehört, was er nicht gesagt hat: "Du, ich brauch' Dich doch, mach mir doch keine Ängste von wegen "Trennung" oder "Aufhebung der Beziehung" und - ich bin auch ganz brav und lieb, selbst wenn Du jetzt ein bisschen gemein zu mir gewesen bist und mich in der Luft hast hängen lassen; jetzt siehst Du wenigstens, dass Du mir ganz bestimmt wichtig bist..."
Na ja, eine Hellseherin bin ich ja wirklich nicht, aber soweit hab ich ihn verstanden. Was die Überschrift betrifft - das hab ich mehr geahnt als "gehört"; da ist er sich also selbst nicht so sicher, ist noch mit sich am Ringen. So ein Gebrummel von "reife Liebe, Verliebtheit, Freundschaft oder Abhängigkeit" schien mir da herüberzuschwingen. Mal sehen, wozu er sich schließlich durchringt; was auch immer er schießlich für sich "entscheidet", kann für mich ja nur amüsant sein.
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Romans literarischer Erguss
Fortsetzung
Religiöse Zustände, wie in der Erotikindustrie