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Disziplinierung und Gleitmittel

Lieb Freundinnen,

schön, wenn Ihr in einer gleichberechtigten Beziehung lebt mit einem Partner, der euch achtet, liebt und befriedigt. Aber es geht auch anders, unausgewogen, als einseitiges Herrschaftsverhältnis.

Ich lerne das gerade erst kennen, bin mittendrin, oder erst am Anfang?

Und entwickle ein immer größeres Vertrauen in meinen Meister, denn er kümmert sich doch sehr intensiv um mich. Meine Briefe hat er wirklich sensibel korrigiert und mir dabei sehr geholfen, zu einer Idee von Demut zu finden, die mir nicht das Selbstbewusstsein raubt, sondern stärkt, nicht sklavisch, sondern den Verhältnissen angemessen, angepasst.

Er erlaubt mir auch, meine Wünsche zu äußern: Als ich ihm gesagt habe, dass mir bei den Schmachtbriefen nichts Neues mehr einfällt, hat er mich sogar für meine Aufrichtigkeit gelobt, und mir neue Themen vorgeschlagen:
Für meine sexuelle Geschichte hat sich noch keiner interessiert, ich hab sie ja selbst zum Teil verdrängt. Dass ich eigentlich eine bisexuelle Ader haben muss – er hat dafür Verständnis; im gleichgeschlechtlichen Bereich hab ich halt ein paar Enttäuschungen erlebt und mich daraus zurückgezogen; eigentlich auch nicht mehr Frust als im heterosexuellen Bereich erlitten, nur hab ich die Wunden, die meine Freundinnen mir zugefügt haben, ihnen nie verzeihen können, während Männer ohne emotionale Intelligenz als normal vorausgesetzt werden.

Ich weiß eigentlich nicht, warum ich ihm gegenüber so fügsam bin. Ich habe kaum noch Hemmungen, ihm aus meinem Intimleben, oder von meinen Vorstellungen zu berichten, gehe sogar so weit, meine devote Art öffentlich zu machen.
Alles geschieht freiwillig, er macht nur Vorschläge, gibt Hinweise, verlangt nichts. Sicher, in meinem Job darf frau auch keine Voruteile haben, aber ich behalte doch manches für mich, nur ihm gegenüber möchte ich gar keine Geheimnisse behalten - jedenfalls keine wesentlichen. Na ja, das kommt euch, liebe Freundinnen, ja auch zu Gute.

Den Artikel über den Blowjob, zum Beispiel, konnte ich viel leichter schreiben, nachdem er ihn mir vorgeschlagen hatte.

Mein Herr weiß auch ganz genau, dass ich dabei an ihn gedacht habe, und ist dabei soo verständnisvoll. Es gibt ja Männer, die es nicht aushalten, wenn frau ihm einen blasen möchte, manche halten es nicht aus, wenn sie in eine erotische oder sexuelle Phantasie eingebaut werden.

sondern absolut rational, denn, ich zitiere:

"Der entscheidende Punkt beim Gehorsam ist, sich freiwillig darauf einzulassen, was vorgeschlagen wird. ...
Sich einer Führung anzuvertrauen bedeutet, Mechanismen des bisher gewohnten Verhaltens oder Denkens vorübergehend zu verlassen und angebotene neue Wege praktisch und konkret auszuprobieren.
Es geht also um eine gewisse grundsätzliche Haltung von Offenheit und Bereitwilligkeit als unverzichtbare Voraussetzung."

Roman verlangt meinen Gehorsam ja noch nicht einmal. Er vertraut auf meine Einsicht, und ich auf seime Führung und meine Selbstdisziplin. So funktioniert das: Durch Ihn lerne ich, mich zu entfalten.
zum Beispiel das Päckchen, das heute ankam, zusammen mit einem Arbeitsauftrag: Ich soll eine Studie über die positiven Aspekte des Gebrauchs von Gleitcreme bei der Benutzung unterschiedlicher D***o--Varianten erstellen.
Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich brauche das ja, dass ich ganz deutlich gesagt kriege: "Mach dies, mach das". Ich hätte doch sonst gar keine Motivation...

Er kann das aber akzeptieren, ich muss mich nicht verstellen, und dafür bin ich ihm dankbar. Das ist überhaupt keine masochistische Haltung,