Dominanz: Der Unterschied der Geschlechter
ich hab' das mal recherchiert: Als "leicht devot" bezeichnen sich viele Frauen, und suchen den dazu passenden Partner: Stark und muskulös, und potent. Wann immer Männer sich als devot anbieten (was aber auch nur selten vorkommt) wird das von Frauenseite abgeleht: Dominanz hätten sie schon auf der Arbeit zu erbringen, da bräuchten sie nicht auch noch zu Hause einen, der auf Kommando bellt. "Dominanz" wird ausserdem mit professionellem Sex assoziiert.
Der Hinweis, dass recht viele Frauen auch im nicht-sexuellen Bereich dominieren, findet sich auch. Und:
"Erst sehr wenige Frauen haben begonnen, unsere Täteranteile im Alltag zu reflektieren, die weiblichen Aspekte am Faschismus zu durchleuchten, unsere spezielle Art der Aggression aufzudecken. Bisher war es noch leicht und ziemlich angenehm, den Männern alles Böse der Welt in die Schuhe zu schieben und uns als Hüterinnen des Wahren, Guten, Schönen zu empfinden. "
Das ist das Eine: Diese Aggression auch noch zu sexualisieren, würde sie offensichtlich machen; zudem hat ja auch die scheinbar asexxuelle Dominanz ihre sexuelle Bedeutung und stellt eine Kastration, eben ohne Lustgewinn, dar.
Das Andere: Das Spiel "Frau stark, Mann devot" kann ja nur funktionieren, wenn Frau es erträgt, sich im devoten Mann wiederzuerkennen, sich bewusst - oder unbewusst - in ihn einfühlen kann. Kennt sie sich nicht, ist ihr der Anblick des freiwillig vor ihr niederknieenden Knechts so unerträglich, wie die Konfrontation manches Möchtegern-Machos mit der Devotion der Frau ungut ausgehen kann.
Noch ein Problem: Auch beim Rollenspiel kann mit der Zeit aus dem Spiel Ernst werden.
Da hilft nur, ab und zu mal die Kostform zu wechseln, oder zu mischen: Frau ist ja nicht nur, was sie isst, sondern auch, was sie spielt. Und Mann? Natürlich das, was Frau mit ihm spielt.
Vorherige Folge: ***
männliche Prostitution- warum ich keinen Gigolo will
Fortsetzuung:
mein neues lesisches Hörbuch