Die bisexuelle Frau und Mangel an Erfahrungen
Was muss Frau in diesen Tagen mal wieder lesen?
"Jeder Zweite liebäugelt zumindest kurzfristig auch mit dem eigenen Geschlecht, sagen Wissenschaftler. Bei den meisten spielt sich das bisexuelle Begehren nur im Kopf ab, inzwischen aber wagen immer mehr Männer und Frauen das aufrührende Experiment."
Klar, dass jetzt wieder massenhaft Anzeigen geschaltet werden wie "Sie, verh., xy Jahre, sucht erf. Sie zwecks Erweiterung des Horizonts". Oder so ähnlich. Vielleicht sollte ich hier auch eine PartnerInnenbörse eröffnen - ob im eigenen Interesse oder nicht, weiß ich selbst noch nicht. Und ob ich lieber eine Fraaau erobern möchte, oder von einer erobert werden, ist mir auch nicht so ganz klar - vielleicht ein Anzeichen, dass ich überhaupt kein sexuelles Interesse an Frauen habe?
Aber normal ist Bisexualität schon, sagen die Wissenschaftler. Und:
"Die sexuellen Fantasien der Pubertät sind bestimmend für das gesamt Leben.
Sie sind überwiegend für die sexuelle Orientierung, wie Geschlecht und Alter des Zielobjektes sowie die Modalität der sexuellen Interaktion, d.h. Zärtlichkeit, Gewalttätigkeit, Unterwerfung etc. verantwortlich Über die Bedingungen ihres Zustandekommens weiß man sehr wenig. Sie bleiben ein Leben lang bestehen und können ... durch eine psychotherapeutische Behandlung nicht verändert werden."
Also, das seh' ich ja jetzt ganz anders. Weil ja eine Phantasie, die ich ausleb', keine mehr ist. Und natürlich ist bei mir noch Platz für neue Phantasien; jedenfalls lass' ich mir immer wieder gerne welche vorlesen, und inzwischen könnt' ich auch selbst welche, so im netten, vertrauten, kuscheligen Rahmen, vorlesen. Einer lieben Freundin, die sich für erotische Literatur interessiert, zum Beispiel. Oder meinem Macker - mal so testweise.
Wenn die "Wissenschaftler" so wenig darüber wissen, wie Phantasie zustande kommt, sind die ja verdammt doof. Oder mit wenig Phantasie begabt. Dabei ist es doch logisch, dass eine Phantasie die nächste erzeugt, Phantasien sich gegenseitig befruchten. Und wenn Frau damit an die Öffentlichkeit geht, bringt sie ihre Phantasie in eine halbwegs ordentliche Form, fast hätt ich "Figur" geschrieben, denn niemand will sich so wirklich als Schlampe darstellen, außer in "Feuchtgebieten", aber das ist ein Ekelthema, von dem es mir leid tut, dass ich es jetzt angesprochen hab. Also, bei der Roche könnte ich auch gewalttätige Interaktionen entwickeln, wenn das auch nicht meine Präferenz ist.
"Begehren": Das find' ich immer gut, wenn ich begehrt werde. Jedenfalls besser, als wenn er, oder sie, begehrt werden möchte. Und das ist bei den Mädels, glaub ich, schon häufiger: Sich begehren lassen, um dann die begehrende Frau zurückzuweisen - das erspar' ich mir.
Vorherige Folge: ***
Banane im Kondom
Fortsetzuung:
Affären und Seitensprünge