Herrin sein heißt ja nicht: Sklavenhalterin zu sein
mit meiner Idee zu einer netten, kleinen Geschichte hab' ich jetzt - ungewollt - eine kleine Lawine ausgelöst: Roman, mein Vorleser und Geschichtenschreiber scheint in Schwierigkeiten geraten zu sein und weiß nicht mehr weiter.
Und das ist bei Männern nie so einfach, wenn sie nicht können, oder wollen, oder nicht wissen, ob sie wollen oder können. Aber lest selbst:
"... gestehen, daß ich mit mit der Geschichte nicht weiterkomme. Ich hatte sie so angelegt, dass eine Journalistin praktische Recherchen zu SM betreibt und in dem Zusammenhang "erzieherisch tätig" ist. Ein paar Seiten mit allgemeiner Unterwerfung, Pet-Play und Käfighaltung sind auch schon fertig, aber ich habe eine gewisse Scheu, die Geschichte fortzusetzen, weil ich zu gut weiß, dass ich hinter dieser Nina immer Dich sehen würde. Dummerweise habe ich den Text auch noch in der Ich-Form angelegt; und wenn ich dort sagen muss: "Ja, Herrin, ich will ein gehorsamer Sklave sein, der Dich verehrt" ist es in Wirklichkeit so, dass ich es Dir sagen möchte. Erst recht bei der Schlusszene, die mir schon -zig Mal durch den Kopf gegangen ist, wo ich sie oral verwöhnen darf/muss, nachdem ich mich, vor ihr auf dem Boden liegend, vor ihren Augen befriedigen durfte. Ich empfinde das, schon wenn ich es aufschreibe, als unglaublich real.
Auch die "Vorübungen" sind dann keine Phantasie mehr, sondern wie eine wirkliche Erziehung. Was ich nicht verstehe, ist, dass ich das alles freiwillig mache oder schreibe. Ich hätte es jedenfalls nie gedacht, dass ich mich aus eigenem Antrieb so "anpasse", mir wird der Gedanke unheimlich: Die Frage, "was ist dann?" kann ich nicht im Mindesten beantworten, und ich befürchte auch, dass Du mich dann insgeheim verachten würdest ..."
Das ist natürlich alles Blödsinn, was Roman hier schreibt. Was soll "dann" schon sein? "Dann" haben wir eine nette, kleine Geschichte, die er mir vielleicht mal vorlesen darf - er wird mich auch darum bitten müssen - und vor allem - hoffentlich - "Material", das sich kommerziell verwerten lässt. "Dann" hat unser lieber Roman sich geoutet als leicht erziehbarer, hoffentlich pflegeleichter Geschichtenerzähler, mit dem frau nach Belieben spielen kann. Damit hab' ich keine Probleme; einen Zusatz--Mann, zu dem ich aufschauen kann, brauch' ich jetzt wirklich nicht.
Vorherige Folge: ***
Mein Nähe-Distanz-Konflikt
Fortsetzuung:
Banane im Kondom