Liebe Freundinnen,
sicherlich sollte Frau, was sie anfängt, auch zu Ende bringen, aber das ist nicht immer so einfach, und meine Artikel hier bei Gucknet enden deshalb ja auch immer mit einem „Fortsetzung folgt“.
Es hat sich darüber auch noch niemand beschwert – wenn Roman meint, ich hätte ihn „hängen lassen“ bei unserem netten Spiel von neulich, sollte er sich einmal überlegen, ob ihm ein Spiel ohne Fortsetzung lieber wäre, habe ich zu ihm gesagt. Tja, das hat er auch eingesehen. Ein ganz netter Nebeneffekt: Er verliert mehr und mehr seine überflüssigen Schamgefühle, hat mir jetzt auch mal ein paar Aktfotos von sich geschickt, obwohl er eigentlich durchaus geahnt hat, dass er – rein äußerlich – nun wirklich nicht mein Traumtyp ist.
Dafür bin ich jetzt absolut seine Traumfrau: Weil unerreichbar, muss er halt von mir träumen, und versucht, nur das zu träumen, was „machbar“ sei, sagt er.
Und ich hätte doch schon sehr genau erfasst, was er sich wünsche, einzig und allein daran „mangele“ es, dass ich ihm das auch gäbe.
Das ist aber immer noch ziemlich quengelig, finde ich. Dabei weiß doch schon jedes kleine Kind, dass „Bitte“ ein ziemlich wirkungsvolles Zauberwort sein kann, aber in der Hinsicht ist er noch ziemlich verklemmt. Er kann zwar die heißesten Texte fließend vorlesen, aber mal unverkrampft über seine eigenen Wünsche zu sprechen, das geht bei ihm noch nicht – auch wenn ich sie schon längst kenne und akzeptiere, wenn auch nicht teile.
Ob ich ihn mal mit seinen eigenen „Schmachtbriefen“ konfrontiere, die er vielleicht gar nicht mehr wahr haben will?
Eigentlich weiß er selbst nicht mehr, was er will, hat er gestern gesagt, aber das ist auch nur eine Frage der Tagesform, scheint mir. Männer in einem gewissen Alter haben halt auch mal ruhigere Phasen, nachdem sie sich abreagiert haben.
Mein Landrat geht ja, wenn ihn der Hafer sticht, und ihm auch sonst danach ist, auf die Jagd, und hat dann auf dem Hochsitz Erlebnisse der autoerotischen Art; der ist, jedenfalls beim Erzählen, recht frei von Hemmungen und weiß auch, dass das ansteckend sein kann; ich hab ihm, aus einer plötzlichen Laune heraus, jedenfalls angeboten, mal mitzukommen auf den Hochsitz, damit er dann beide Hände frei hätte für seine Jagd-Flinte.
Und Roman? Der soll mal nicht die Flinte ins Korn werfen, nur weil ich seine Fotos hier nicht posten kann. „Ein Erotikstar wird aus Dir auf keinen Fall mehr“ – das hab ich ihm so wörtlich gesagt und ihn damit doch ganz erheblich in seinem Narzissmus gekränkt, das war ganz deutlich zu spüren, und um ihn wieder (seelisch!) aufzurichten, hab ich ihm versprochen, dass ich ihn als Vorleser noch ganz groß rausbringen werde, also „komplett“, mitsamt Vermarktungskonzept.
Das wollte er mir gar nicht glauben, aber, hab ich gesagt: „Probieren geht über studieren, und das hier ist eine andere Branche als die der hochgeistigen Literatur, fahr halt mal Deine Ansprüche etwas herunter“.
Mal sehn, ob er das irgendwann verinnerlichen kann. Ich hatte ja auch anfangs gedacht, hier in jedem meiner Artikeln von den umwerfendsten Orgasmen erzählen zu müssen, und hatte Mühe, bei der Wahrheit zu bleiben.
„Natürlich kommt gut“, hab ich also zu seinem Motto gemacht: „Roman: Ehrlich erotisch. Gelesen von Roman“, mal so als Arbeitstitel für seine erste CD.
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Rollentausch und Telefonsex
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Mein Plan, ihn zu managen