Liebe Freundinnen,
von manchen Randgruppen hat man bisher noch so wenig gehört, dass wir uns fragen: “Worum geht es denn dabei eigentlich?“
Das sind dann sozusagen Nischenprodukte, für die es vielleicht nur ein oder zwei Plätze auf der Welt gibt, virtuelle Plätze, sprich: Internetseiten.
So gibt es eine Seite, die sich der „Hum***“ widmet, also der Demütigung, Beschämung, Erniedrigung. Da fragt Frau sich, wo denn da der erotische Gehalt ist.
Also, ich versteh das nicht. Beispielsweise „neckt“ eine Lady ihren Kunden damit, dass sie ihm einen Schlüssel zeigt und dazu sagt: „Na, Du armes Würstchen, jetzt hast Du seit vier Tagen den Keuschheutsgürtel an, wirst mir gleich den Dreck von den Stiefeln lecken, kannst aber nicht sicher sein, dass ich Dich vom Keuschheitsgürtel befreie“. Oder ein anderer wird so angesprochen: „Na, du Wichser, sitzt wieder mal mit Kleenex-Tuch und Körperöl vor dem Monitor? Ich geh heut aber aus und mach mir in der Stadt einen schönen Abend“.
Warum geben die Jungs dafür Geld aus? Können die das nicht auch zu Hause haben?
Bei Wikipedia wird das mit der Humiliation sogar noch detailiert erklärt, aber um es zu verstehen, muss Frau wohl doch ihre eigenen Erfahrungen damit machen. Deshalb hab ich meinem Macker jetzt mal so ein Ding bestellt – ganz schön teuer, aber Edelstahl. Mal sehen, wie er sich auf seiner nächsten Dienstreise verhält – und wenn er wieder zurückkommt.
Und für den lieben Roman hab ich mir mal einen entsprechenden Text ausgedacht; eher soft, ich will ihn ja nicht ernstlich fertigmachen, verbal. Also, bei den Profi-Seiten dürfen die Jungs sich Ladies anschauen, die sie dann verehren, aber nicht haben dürfen.
Mal sehen, wie das bei Roman und mir läuft. Einen Teil muss ich halt noch übersetzen und ausformulieren. Angeblich ist für so eine Aktion das Einverständnis des Anderen nötig, aber ich denke mal, so lange er nichts dagegen sagt, ist er auch einverstanden.
Mal sehn: Soll ich ihn verspotten und verhöhnen, ihm einen Streich spielen? So ein bisschen schikanieren?
Ich könnte ihm aber auch erlauben, sich in „self-******“ zu versuchen, und mich ein wenig zu bespassen.
Es gibt ja schon Portale, bei denen Frau sich anmelden, und so etwas als freie Mitarbeiterin ausüben kann – offenbar trauen die wenigsten sich, ihren oder irgendeinen Macker offiziell zu humilieren; das Meiste findet halt als häusliche Gewalt und ohne Lustgewinn statt. Schade, eigentlich.
Versagung, Verneinung, Verbot – das kommt doch in den besten Familien vor. Der männliche Orgasmus wird dann nur noch als sinnlose Entleerung, krankhafter Verbrauch körpereigener Säfte verstanden.
„Ich werde Dich entweder zwingen, vor meinen gepflegten Zehen eine Pfütze der Bewunderung auszuspucken – oder meine Fingernägel fahren um Deinen Schwanzkäfig, und Du bleibst mit geschwollenen Eiern in meinem Bann. Bist Du bereit Deinem Schicksal, und meiner Handarbeit entgegenzutreten?"
Das war jetzt also ein wenig perfekter Versuch, das perfekte Huren-Englisch ins Deutsche zu übersetzen.
Wie auch immer, liebe Freundinnen: Ob es diese Humiliation-Szenarien auch für uns Frauen geben sollte - wegen Gleichberechtigung und so - oder ob wir diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern doch einfach akzeptieren müssen: Das muss ich ja nicht entscheiden, und darüber bin ich auch ganz froh.
Vorherige Geschichte: ***
Ist Erotomanie heilbar?
Fortsetzung: Das Drehbuch