Wenn Frauen für Sex bezahlen
wenn es nach diesem uralten Film "American Gigolo" geht, sind Gigolos so eine Art Luxus- und Prestigeobjekt für frustrierte, reiche Frauen, die das Klimakterium schon hinter sich haben und einen ekligen Gatten, der es im Bett nicht mehr bringt und sowieso die Ehe nur noch aus gesellschaftlichen Gründen aufrechterhält. Also eine Übergangslösung bis zum Altenheim, natürlich auch in Luxusausführung.
Aber immerhin: Wenn Frau sich so ein Exemplar exklusiv sichern kann, mag das ja noch angehen - kommt in den besten Kreisen vor, ist aber eine Geldfrage, und Geld macht solche Männer sinnlich.
Für mich kann ich mir das nicht vorstellen, selbst wenn ich mir manchmal mehr männliche Sinnlichkeit wünsche - kaufen kann ich mir sie nicht, aber im häuslichen Rahmen etwas dafür tun, dem Macker mal diskret auf 'ne Idee bringen oder subtil stimulieren, da lässt sich was machen, und das "gewusst wie" ist da schon die halbe Miete. Will sagen, weibliche Initiative lohnt durchaus.
Wenn jetzt aus den USA der Trend mit den männlichen Prostituierten nach D herüberschwappen sollte, geb' ich dem ja keine großen Chancen: Frau will ja schon was exklusives und keinen, der sein Ding für Geld überall hineinsteckt.
Auf der Hitliste der beliebtesten weiblichen Sexualphantasien steht ja der "Traum", sich zu prostituieren, an dritter Stelle, also ganz weit oben.
Das hat halt mit unserem Gefühlsleben zu tun: Manche agiert die Szene, während sie fremd geht, andere phantasieren sie, während sie mit ihrem (neuen) Macker Spass haben - "Ich geb' mich Dir nicht wirklich hin, sondern erbringe eine Dienstleistung" oder vielleicht auch "Ich bin so bewgehrt, dass ich sogar Geld dafür bekomme" - das könnten so die Hintergedanken sein, aber das ist sicher bei jeder anders.
Und schon immer wussten Frauen, deren Macker zur Hure gingen, dass die keine wirkliche Konkurrenz ist, sondern etwas übernehmen, was sie nicht leisten wollten und auch verachtet haben.
Von einem verführerischen Gigolo zu träumen und sich mit einem mehr oder weniger billigen Stricher einzulassen, sind dann doch schon zwei grundverschiedene Dinge.
Und warum sollte Frau einen an sich heranlassen, den sie im Grunde genommen verachtet? Und wie sollte der dann noch glaubhaft machen, dass er Frau achtet? Und was für Typen wären das, die dafür, dass sie sich verachten lassen, Geld nehmen?
Vorherige Folge: ***
erste lesbische Erfahrungen
Fortsetzuung:
überwiegt die Unterordnung bei Männern oder bei Frauen?