Sodomie - Die Frau und der Stier
- wenn ich eben nicht diesen Artikel gelesen hätte, in dem es hieß: Frau stellt sich automatisch visuell das vor, was sie liest oder hört, wär ich jetzt nicht auf das Bild von der Frau, die sich in einer Kuh-Atrappe versteckt, um so den Stier, den sie liebt, zu überlisten und sich von ihm ficken zu lassen, gekommen. Das muss an meiner Phantasie liegen, dass mir immer diese oder jene sexuelle Szene auf die innere Leinwand flattert. Aber ich mach es Euch ja meist nicht so einfach, von meiner Schreibe ausgehend die Bilder zu entwickeln, die gemeint sind. Und nur selten illustriere ich meine Artikel...

Aber an Pasiphae hab`ich jetzt gedacht, weil die in einem meiner ersten Internetz-Artikel ein kleine Rolle gespielt hat. Stelt Euch halt zur Abwechslung etwas Anderes vor:
noch ein Beispiel, um zu zeigen, wie stark unsere Vorstellungen auf uns selbst einwirken. Bitte stellen Sie sich vor, Sie saugen einen saftigen, prallen, sehr sauren Zitronenschnitz aus! Spüren Sie Ihre Mundschleimhäute? Wie Ihre Mundwinkel sich zusammenziehen? Das ist die Kraft der Vorstellung, die unseren ganzen Körper aktivieren kann. Sie nimmt uns im Moment ganz gefangen, weil wir Menschen immer nur eine Vorstellung aufs Mal erleben.
Ich hätte das Spiel mit der "gelenten Vorstellung" ja auch auf etwas Anderes, das Frau in den Mund nehmen kann, warm, weich, zart, empfindlich und manchmal extrem labil, lenken können - und ich glaube, ich weiß, woran Ihr jetzt gedacht habt.
Das sind Spielchen, die mit Kommunikation zu tun haben. Mit dem
Austausch von Vorstellungen und Gefühlen
Wir haben Kommunikation als Austausch von Vorstellungen und Gefühlen definiert. Austauschen ist das Schlüsselwort für eine fruchtbare, sinnvolle und konstruktive kommunikative Beziehung mit anderen. Austauschen bedeutet letztlich nichts anderes, als:
- Seine eigenen Vorstellungen und Gefühle als klare, ehrliche Signale zu senden.
- Die Vorstellungen und Gefühle des anderen überhaupt wahrzunehmen.
- Die Vorstellungen und Gefühle unseres Gegenübers ernst zu nehmen und als berechtigt zuzulassen, auch wenn sie sich mit unseren Vorstellungen und Gefühlen überhaupt nicht decken.
- Die eigenen Vorstellungen und Gefühle als unsere Wahrheit, aber nicht als die Wahrheit zu akzeptieren.
- Nicht in unseren bestehenden Vorstellungen und Gefühlen zu verharren, sondern sich neugierig und lernwillig für neue Ideen, Aspekte, Gesichtspunkte und Wahrheiten zu öffnen und damit die Summe der eigenen Vorstellungen und Gefühle auszuweiten und innerlich reicher zu werden.
Ja, ich gebe zu: Das war kopiert. Aber mit Quellenangabe, falls Ihr zu dem Thema noch mehr wissen wollt. Letzlich läuft bei jeder von uns ein Film ab, und manchmal kann ich als Journalistin, als Autorin, bewirken, dass meine Kurzfilmchen bei Euch ablaufen - aber Ihr könnt da ja mitbestimmen, was bei Euch abläuft. Ich will jedenfalls, dass Ihr Appetit bekommt. Weil das hier ja eine indirekte Kommunikation ist, muss ich ja Rücksicht nehmen auf Eure Bedürfnisse. Aber keine Angst, ich erzähl Euch schon nichts vom Pferd. Oder von Tieren. Mir liegt das Sodomie-Thema wirklich völlig fern. Wenn mir das jetzt doch eine unterstellt, ist es ihre eigene Phantasie, und es ist überhaupt eine weibliche Phantasie.
Ach, ich bin jetzt durcheinander. Ich mach das nicht mehr, so spontan etwas über Kommunikation zu schreiben, das Thema ist mir zu nah.
Und dann hab' ich noch diese Graphik gefunden:
Ey, ich kriegt' die Krise! Das soll die Musterbeziehung der Familie Mustermann darstellen. Und ist alles gelogen. Frau Mustermann hat doch so geantwortet, wie sei denkt, dass es von ihr erwartet wird. In Wirklichkeit möchte sie doch auch vom Stier gefickt werden, und wenn sie auch ganz frigide ist, sagt sie trotzdem, "Sex gehört für mich zu einer erfüllten Beziehung".
Koitus mit dem Stier - das ist ein typisch weiblicher Wunsch. Stammt aus der Überlieferung, aus einem Mythos. Diese Symbole darf Frau nicht wörtlich nehmen; wir müssen sie übersetzen. Hier zum Beispiel mit: "Sie will ein großes Tier". Klingt zwar so ähnlich wie "Stier", ist aber schon gleich etwas ganz anderes und im übertragenen Sinne zu übersetzen. Viele Frauen suchen einen Versorger, der sie durch die Zeiten von Schwangerschaft und Kindererzeihung alimentiert.
Und dann denkt Euch noch die Linien für Freunde, Vorleser, Liebhaber dazu, und Freundinnen, Schwarm oder Geliebte.
Ich werd' gerade ziemlich wütend: Einerseits die Schwestern unter Euch, die tatsächlich auf große Tiere stehen (also alle außer denen, die eines haben), andererseits Kerle, die nach "Frau mit Hund" googeln. Und dann noch die Schwestern, die, wie beim Rindvieh in der Herde, keinen exklusiv-Stier abbekommen haben, und das "kleine Männchen", das sie noch abbekommen, Männchen machen lassen, wenn das kleine Männchen sich nicht als großes Tier aufspielt...
Dann noch diese Paarberater, die wissen, wie Beziehungen funktionieren und die ganzen geheimen Linien aus ihrem Diagramm ausblenden. Oh, wie verlogen das doch alles ist. Und ich mach' hier Kommunikation unter Frauen. Manchmal frag ich mich, ob eine nette kleine Supermarktkasse nicht der bessere Ort für mich wäre...
Vorherige Folge: ***
Telefonsex im Fernsehen - Frau-TV
Fortsetzuung:
Das neue feministische Sex-Lexikon
- Und hier hoch ein par Stichworte von s bis t:
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