Liebe Freundinnen,
heute hab ich gar nicht viel Zeit, um Euch einen geschliffenen Beitrag vorzulegen; Ihr verzeiht mir das sicherlich, wir sind hier ja nicht beim literarischen Quartett (oder ist das nur noch ein Trio?), und darauf, dass es feucht wird sind wir nicht angewiesen. (ja, genau, das war eine Anspielung auf einen Bestseller, und ja, ich bin neidisch; wenn ich mich vor 15 Jahren getraut hätte ... und einen Verleger gefunden hätte...). Aber mir geht es auch nicht um Toilettengeschichten und wortwörtliche Sauereien, ich bin bloß gefrustet. Wegen der Sache mit den Seidenbändern, die nichts geworden ist. Immer noch. Ich bin schlimm!
Eigentlich sollte ich mich, wenn nicht meinem geliebten Macker, einem anderen zuwenden, aber gerade da muss ich mich aus taktischen Gründen zurückhalten: Gegenüber meinem Vorleser möchte ich ein geheimnisvolles Wesen bleiben, er muss mich nicht so genau kennen oder sehen - das ist schlecht für die Phantasie, und ich will von ihm den literarischen Erguss, nicht seinen Samenerguss.
Aber es ist ja auch nicht gesagt, dass es beim Vorleser allein bleibt...
Deshalb hab ich mit ihm dieses Arrangement getroffen: Ich bin zur Zeit nicht so wirklich internetaffin, stehe ihm also nicht mehr jederzeit für den e-mail-Austausch zur Verfügung, und wenn er mir etwas sagen oder schreiben möchte, kann er das vielleicht machen: Wir müssen ja nicht aus lauter Gewohnheit miteinander zu tun haben, und er kann sich gerne etwas Neues einfallen lassen, da ist noch so manches, wobei er sich bisher allzusehr zurückgehalten hat.
Er soll sich, wenn es nach mir geht, ein bisschen mehr anstrengen; wenn ich ihm das aber direkt sage, gibt es bestimmt eine Trotzreaktion.
Immerhin - es arbeitet in ihm. Wegen dem Telefonsex, damit hat er sich schon beschäftigt und mal einen Abend im Netz recherchiert. Es fehlt halt noch das Konzept, und die praktische Übung. Vielleicht hat ja eine von Euch, liebe Freundinnen, Lust, ihm ein bisschen auf die Sprünge zu helfen?
Ja, auch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und die Vorarbeiten sind nicht zu unterschätzen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja noch irgend ein Zufall? Auf dem Bild an der Seite, das soll Amor sein... Jetzt weiß ich nicht, ist das nur meine Wahrnehmung, oder seht Ihr in dem Delfin auch gleichzeitig einen Pimmel?
Vorheriger Beitrag:
***
Religion als Erotikindustrie
Fortsetzung folgt
Das erotische Moment des Schweigens